Sounds und Videos im RealPlayer Format abspeichern

Jana Kutscheid

Entwurf vom 11. Februar 2003


Inhalt:


Einleitung:
Wenn Sie Audio- und Videodateien im Internet zur Verfügung stellen wollen, ist es sinnvoll, diese in einem platzsparenden Format abzuspeichern. Dazu bietet sich das RM-Format an. Dateien in diesem Format können Sie mit dem weitverbreiteten Programm RealPlayer abspielen und mit Hilfe des Freewareprogramms RealProducer Basic erzeugen. Diese Anleitung soll Ihnen helfen mit dem Programm RealProducer Basic umzugehen.
Das Programm können Sie bei www.soft-ware.net herunterladen.


Download und Installation von RealProducer Basic:
Klicken Sie hier um direkt zu der Seite zu gelangen, von der Sie RealProducer herunterladen können.
Dort können Sie sich die Beschreibung des Programms durchlesen und einen Screenshot betrachten. Bitte beachten Sie auch die Systemanforderungen unten links. Die Datei, die Sie herunterladen müssen, ist 4554 KB groß.

- Klicken Sie auf der Seite unten rechts auf das soft-ware.net Logo.
- Auf dieser Seite müssen Sie einen von den beiden Download-Links auswählen.
- Wählen Sie dann einen Ordner, in den Sie die Datei herunterladen wollen.
- Nachdem der Download beendet ist, öffnen Sie die Datei.
- Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Nach Beendigung der Installation können Sie RealProducer über [Start - Programme - RealProducer Basic] starten (es sei denn, Sie haben bei der Installation ein anderes als das vorgegebene Installationsverzeichnis gewählt). Alternativ dazu können Sie auch auf das Icon auf dem Desktop klicken.



Erster Start:
Wenn Sie das Programm das erste Mal starten, öffnet sich das Fenster "Configuration of RealProducer Basic". Sie können hier einen Haken vor "Enable Recording" setzen, wenn Sie erlauben wollen, dass die Nutzer, die Ihre Mediadatei im Internet betrachten, sie auf ihrer Festplatte speichern können. Sie können diese Einstellung allerdings später über das Menü "Options" wieder ändern.

Wenn Sie sich elektronisch registrieren lassen wollen, klicken Sie auf "Next" und füllen das Formular aus. Ansonsten können Sie auch auf "Cancel" und dann auf "Exit" klicken, wenn Sie das nicht möchten. Dann öffnet sich allerdings bei jedem erneuten Programmstart das oben erwähnte Konfigurationsfenster.



Erstellen einer RealMedia-Datei:
Nach jedem Programmstart öffnet sich das Fenster "New Session - Choose Recording Wizard". Diese Wizards unterstützen Sie bei der Erstellung einer RealMedia-Datei. Sie fragen in einigen Dialogfeldern die nötigen Einstellungen ab, die Sie bei Bedarf auch später noch ändern können.

Im ersten Fenster müssen Sie, je nach Art Ihrer Video- oder Soundquelle, einen von drei Wizards auswählen. Wenn Sie eine RealMedia-Datei von einer vorhandenen Mediadatei erstellen wollen, sollten Sie "Record From File" wählen.

Nun öffnet sich der Wizard. Geben Sie hier den vollständigen Pfad Ihrer Datei ein. Wenn Sie Ihre Festplatte durchsuchen wollen, klicken Sie auf "Browse".

Machen Sie im nächsten Fenster Angaben zu Ihrer Video- oder Ihrer Sounddatei, die allerdings nicht zwingend nötig sind.

Jetzt müssen Sie den Dateityp auswählen. Entscheiden Sie sich hier am besten für "Single-rate for Web Servers".

Wählen Sie im nächsten Fenster den Verbindungstyp, für den Sie ihre Datei optimieren wollen. Wenn Sie eine sehr langsame Verbindungsart auswählen, verschlechtert sich dadurch automatisch die Qualität, da eine sehr viel kleinere Datei erstellt wird. Sie sollten verschiedene Einstellungen ausprobieren, um festzustellen, welche befriedigende Ergebnisse ermöglicht.

Im nächstes Fenster bestimmen Sie das Audioformat (sofern Sie keinen Stummfilm gedreht haben).
"Voice only" sollten Sie anklicken, wenn Ihre Datei so gut wie nur Stimmen enthält und kaum Hintergrundmusik.
"Voice with Background Music" eignet sich, wenn Sie Hintergrundmusik verwenden.
Sie sollten "Music" auswählen, wenn das Hauptaugenmerk auf der Musik liegt.
Wenn Sie als Quelle Stereo-Musik zur Verfügung haben, können Sie "Stereo Music" wählen.

Danach müssen Sie die Videoqualität bestimmen (sofern Sie nicht eine Audiodatei umwandeln).

  • "Normal Motion Video" sollten Sie benutzen, wenn Sie ein Video erstellen wollen, das sowohl Action als auch ruhige Szenen enthält.
  • "Smoothest Motion Video" ist eine Einstellung, die sich für Videos mit wenig Action eignet.
  • Dagegen sollten Sie "Sharpest Image Video" wählen, wenn Ihr Video viele Actionszenen enthält.
  • "Slide Show" stellt Ihr Video als eine Serie von Standbildern dar.

Nun müssen Sie noch angeben, wo die RealMedia-Datei gespeichert werden soll. Wollen Sie sie unter einem schon vorhandenen Namen sichern und die vorherige Datei überschreiben, wählen Sie "Save As..."

Im nächsten Fenster werden Ihnen alle gemachten Einstellungen angezeigt. Wenn Sie wollen, können Sie auf "Zurück" klicken, um Änderungen vorzunehmen. Klicken Sie dann auf "Fertig stellen".

Jetzt öffnet sich der RealProducer. Dieses Fenster zeigt Ihnen links Ihre Quelle und im rechten Fenster die erstellte Datei. Alle Einstellungen, die Sie mit Hilfe des Wizards vorgenommen haben, können Sie hier verändern.

Wenn Sie die Umwandlung beginnen wollen, klicken Sie auf die Schaltfläche "Start".

Nach Beendigung des Vorgangs können Sie sich die Statistiken anschauen. Klicken Sie dazu auf "View Statistics...".

Jetzt können Sie Ihr Video betrachten oder Ihre Audiodatei anhören, indem Sie auf "Play" klicken.



Veröffentlichung einer RealMedia-Datei im Internet:
Es macht Sinn, dass Ihre Media-Dateien "gestreamt" werden, wenn Sie im Internet wiedergegeben werden.
Wenn eine Datei gestreamt wird, heißt das, dass sie schon wiedergegeben wird, während sie noch nicht vollständig geladen ist. Dadurch bleiben dem Betrachter/Zuhörer lange Wartezeiten erspart. Sie sollten dieses Verfahren also nutzen, wenn Sie Dateien ins Internet stellen.

Damit Ihre RealMedia-Datei mit Hilfe des Streaming-Verfahrens wiedergegeben werden kann, müssen Sie noch eine zusätzliche Datei mit der Endung .ram erzeugen.

  • Öffnen Sie dazu den Windows-Editor, indem Sie auf "Start - Programme - Zubehör - Editor" klicken.
  • Schreiben Sie jetzt die vollständige Adresse Ihrer RealMedia-Datei im Internet, z. B. http://nibis.ni.schule.de/film.rm .
  • Speichern Sie die Datei mit der Endung .ram ab. Dazu müssen Sie im Feld "Dateityp" keine Veränderung vornehmen, schreiben Sie einfach den Namen mitsamt Endung in das Feld "Dateiname".

Den Link auf Ihrer Internetseite setzen Sie jetzt nicht auf die RM-Datei, sondern auf die RAM-Datei, die ja auf die RM-Datei verweist.

Durch dieses Vorgehen gehen Sie sicher, dass Ihre Video/Audiodateien immer gestreamt werden.



Die Wiedergabe in eine Internetseite integrieren:
Bei dem oben beschriebenen Verfahren, muss der Nutzer auf einen Link klicken, um Ihre RealMedia-Datei abzuspielen. Die Wiedergabe erfolgt dann in einem separaten RealPlayer-Fenster.

Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass Sie Ihre Datei in eine Internetseite einbinden, sodass der Besucher Ihrer Seite nebenbei auch noch Ihren Text lesen kann.

Um das zu erreichen müssen Sie eine RPM-Datei erzeugen und auf den Quelltext Ihrer Seite zugreifen. Wenn Sie allerdings mit HTML vertraut sind, dürfte das kein Problem für Sie sein. Folgenden Code müssen Sie an der Stelle in Ihre Seite einfügen, an der das Wiedergabefenster erscheinen soll:

<embed src="Datei.rpm" width="Breite" height="Höhe" autostart="true/false" loop="true/false" controls="ImageWindow,ControlPanel">

Dabei steht Datei.rpm für den Namen Ihrer RPM-Datei. Diese ist genauso aufgebaut, wie die RAM-Datei. Sie müssen also nur den kompletten Pfad Ihrer RealMedia-Datei angeben (siehe oben).
Zwischen die Anführungszeichen bei "width" und "height" müssen Sie die Größe Ihres Videos eingeben.
Bei "autostart" und "loop" müssen Sie sich zwischen "true" und "false" entscheiden. "Autostart" bestimmt, ob Ihre Datei schon gleich nach dem Laden Ihrer Seite wiedergegeben werden soll und bei "loop" können Sie angeben, ob sie in einer Endlosschleife wiederholt werden soll.
"controls" bezeichnet das Aussehen des Wiedergabefensters. "ImageWindow" sollten Sie stehen lassen, da ansonsten das Abspielfenster nicht mehr angezeigt wird. Wenn Sie "ControlPanel" weglassen, wird die Bedienungsleiste nicht mehr angezeigt. Jetzt muss der Nutzer rechts auf das Abspielfenster klicken und "play" wählen, damit Ihre Datei wiedergegeben wird.


(c) 2003 Jana Kutscheid